Europäischer Depressionstag

16. Europäischer Depressionstag am 1. Oktober 2019: Der Depression heute gemeinsam und entschieden begegnen!

 

Die European Depression Association (EDA) ist eine Allianz aus Experten und Erfahrenen sowie medizinischen Fachkräften und Organisationen aus 17 europäischen Ländern. Seit 2004 setzen sich ihre Mitglieder dafür ein, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Volkskrankheit Depression zu stärken – und das europaweit.

Durch unterschiedliche Veranstaltungen, Pressekonferenzen und Pressemappen vor dem 1. Oktober sowie Kooperation mit anderen Institutionen findet seit 2004 jährlich der „European Depression Day (EDD)“ statt.

 

Europäischer Depressionstag betont die Bedeutung offener Kommunikation über Depression mit dem Motto:

 

„Der Depression heute gemeinsam und entschieden begegnen!“

 

Obwohl Depressionen zu den Volkskrankheiten zählen, sind sie vielfach immer noch ein Tabuthema. Menschen in allen Altersstufen und Bildungsschichten sind betroffen. Depressionen gehen zudem mit vielfältigen Symptomen einher, alltägliche Erledigungen werden zur unüberbrückbaren Hürde, und wenn eine Depression unbehandelt bleibt, kann sie zu einer schweren Erkrankung werden. 10 bis 15 Prozent aller schwer depressiv erkrankten Menschen sterben durch Suizid. Insgesamt erkranken in Deutschland jedes Jahr circa 5,3 Millionen Menschen an einer Depression – und Depressionen sind ein zunehmender Grund für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung.

„Wir müssen noch mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit schaffen, damit die Erkrankung bei Betroffenen rechtzeitig erkannt wird. Das gelingt nur, wenn offen über Depressionen geredet wird und man ihr gemeinsam und entschlossen begegnet“, erläutert Prof. Dr. Detlef E. Dietrich, Ärztlicher Direktor der Burghof-Klinik in Rinteln und Vertreter der European Depression Association (EDA) in Deutschland, anlässlich des 16. Europäischen Depressionstages am 1. Oktober 2019, und er ergänzt: „Depressionen können wirkungsvoll behandelt werden, insbesondere wenn sie frühzeitig erkannt werden. Das setzt voraus, dass die Betroffenen über ihre Erkrankung informiert sind und hierüber sprechen. Einer der ersten Ansprechpartner ist der Hausarzt“, führt Prof. Dietrich aus.

Weitere Informationen unter Presse.

 

Depression: Verborgene Volkskrankheit

Depressive Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. In Europa sind etwa 50 Millionen Menschen mindestens einmal in ihrem Leben von einer Depression oder depressiven Phase betroffen (elf Prozent der Bevölkerung). Knapp vier Millionen Deutsche sind an Depressionen erkrankt. Trotzdem wird diese Form der Erkrankung weiterhin stark unterschätzt: Lediglich ein Drittel der in Deutschland Erkrankten erhält professionelle Hilfe. Dies liegt vor allem an Unwissen, Vorurteilen und dem immer noch vorherrschenden Stigma psychischer Erkrankungen. Die EDA hat sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern.

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Fotos von der Pressekonferenz 2018 in Berlin zum 15. Europäischen Depressionstag

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